KunstWerk Wuppertal – neuer Ort für Kunst und Kultur

Eröffnung 29. bis 31. Oktober 2021

Im vergangen Jahr hat sich der Bildhauer Martin Langer auf die Suche nach einem neuen Ort für sein künstlerisches Schaffen gemacht. Mitten in Oberbarmen ist er fündig geworden und hat sich dort in ein altes Fabrikgebäude verliebt.

Drei Etagen und zwei Kellergeschosse mit rund  1000 m² bieten reichlich Platz und Möglichkeiten für viele Ideen. Er selbst ist bereits dort eingezogen und hat seine neue Werkstatt in Betrieb genommen. Sobald die erforderlichen Renovierungen abgeschlossen sind, möchte Langer weitere Ateliers für Künstler*innen aller Sparten bereitstellen.

In dem charaktervollen Gebäude aus dem Jahr 1895 wurde früher einmal Malz für die zahlreichen Wuppertaler Brauereien geröstet, mit Stahl und Erz gehandelt und es wurden Waren einer Spedition gelagert. Nachdem das Gebäude einige Jahre lang von der Musikszene zum Proben genutzt wurde, fiel es in einen Dornröschenschlaf aus dem Langer es nun erwecken möchte.

Mit der Gründung des KunstWerk Wuppertal soll hier ein Ort des kreativen Schaffens, der Begegnung und der Inspiration entstehen.

Am Freitag, den 29. Oktober um 18 Uhr lädt er alle Interessierten zur feierlichen Eröffnung ein.
Herr Heiner Fragemann, 1. Bürgermeister der Stadt Wuppertal, spricht ein Grußwort.
Musikalische Einstimmung durch den Cellisten Robert Wheatley.

An den beiden folgenden Tagen wird die Ausstellung im Rahmen der WOGA – Wuppertaler Offene Galerien und Ateliers - wie folgt geöffnet sein:
Sa 30.10.: 14 bis 20 Uhr und So 31.10.: 12 bis 18 Uhr

Dazu hat er drei Künstler*innen eingeladen, um gemeinsam vom Tiefkeller bis zur Halle im Obergeschoss vielfältige Werke zu präsentieren.

In den urigen Räumen mit sehr unterschiedlichen Stimmungen zeigen Sandra Silbernagel aus Münster Steinskulpturen und Objekte, Thomas Janzen aus Köln Fotografie und Fotomontagen und Iris Stephan aus Köln Malerei und Objekte.

Sandra Silbernagel, kommt aus Münster. Sie ist ebenfalls Bildhauerin. In Europas Steinbrüchen sucht sie nach Tonnen schweren Monolithen, die sie durch präzise Schnitte zu Kunstwerken mit beeindruckender Leichtigkeit verwandelt. Hier zeigt sie eine Serie der „Kleinen“. Silbernagel entdeckt im vorgefundenen Stein dessen „Sprache“ und greift dann künstlerisch ein, um das Charakteristische, das ganz Eigene des Steins herauszuarbeiten. Die Naturform wird so zum minimalistischen Kunstwerk. www.sandrasilbernagel.de

Thomas Janzen aus Köln, ist mit seiner Foto Serie "Papillon" dabei. Diese Arbeiten sind auf Janzens Reisen nach Porto, Krakau, Sizilien und Lanzarote entstanden. Er fotografierte dort Orte, Tiere und Menschen in alltäglichen Situationen. Entstanden sind analoge und digitale Werke in schwarz-weiß, die viel über ihre Protagonist*innen erzählen. www.thomas-janzen.com

Iris Stephan aus Köln, gibt uns einen Einblick in ihr aktuelles Projekt „Der letzte Eisgang“. Als Eisgang wird das Treiben und Verkeilen von Eisschollen auf fließenden Gewässern bezeichnet. Vor vielen Jahrzehnten fror der Rhein das letzte Mal zu - ein atemberaubendes Naturschauspiel. Iris Stephan inszeniert mit ihrer Malerei einen Ort abstrakter Schönheit, im dem die Welt aus den Fugen geraten scheint. www.iris-stephan.com

Robert Wheatley, deutsch-englischer vielseitiger Cellist aus Manchester. Cello Studium an der Folkwang Universität Essen und RNCM Manchester absolviert. Tätig als Cellist in verschiedenen Ensembles für Neue Musik, Improvisation und Streichquartett.
Nebenbei trainiert er Chinesische Kampfkunst und arbeitet sehr gerne mit Bewegung. www.rwheatley.com

Martin Langer zeigt seine hölzernen „Artefakte“. Menschen anderer Zeiten, anderer Kulturen scheinen diese wunderlichen Objekte erschaffen und genutzt zu haben. Sie erinnern an  prähistorische oder ethnologische Fundstücke, bleiben aber rätzelhaft. Skurrile Apparate und Maschinen laden zum Ausprobieren und Erforschen ein. Auch zeigt er seine erhabenen Königsskulpturen. In seiner Werkstatt gibt er Einblicke in die Entstehung der Werke.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, es gelten die aktuellen Corona-Regeln, voraussichtlich:  3G-Regel und Maskenpflicht.

Langer, der bereits an einer Ausstellung in der WUBA-Galerie in Unterbarmen teilgenommen hat, fühlt sich von den Kolleg*innen freundlich aufgenommen und freut sich auf neue Begegnungen und gemeinsame Projekte. Auch hat er erste Ideen  mit Jugendlichen Skulpturen anzufertigen, vielleicht für die Nordbahntrasse oder das Wupperufer…

Der 54-jährige hat sich viel vorgenommen, ist voller Tatendrang und meint lachend: "das Leben ist eine Baustelle!"