Kopffüßler
Die Skulpturengruppe wurde im Jahr 2022 erschaffen und erstmals auf der Skulpturenausstellung in der Burg Blankenberg präsentiert, später im Skulpturenpark Katharinenhof in Bad Godesberg und im Park von Schloss Lüntenbeck in Wuppertal.

Schon beim Anschauen erleben die Besucher die Kopffüßler als wesenhaft-menschlich:
hei, wer bist denn du? – Sprichst du zu mir? – Kannst du mich hören?
Dann ein neugieriges Näherkommen, Berühren und Hineinschauen:
Wie sieht es denn in dir aus?Die Neugierigen stecken ihre Köpfe in die Hohlköpfe hinein und wechseln die Perspektive.
Es kommt zu einer veränderten Sinneswahrnehmung, die Wahrnehmung der Außenwelt ist stark eingeschränkt, ich erlebe zunächst mein direktes Umfeld:
es riecht nach Holz und Leinöl, meine eigenen Geräusche, mein Atmen, Summen, Singen sind verstärkt wie in einem Resonanzkörper oder in einem Summstein.

Nur eine oder wenige kleine Öffnungen ermöglichen mir die Verbindung zur Außenwelt, doch ich muss mich entscheiden:
möchte ich durch das kleine Loch hinausblicken, mein Ohr dranhalten, meine Nase reinstecken oder etwas hindurch sprechen oder rufen?
Durch das Reduzieren der anderen Sinne wird die Wahrnehmung des einen Sinns intensiver, bewusster erlebbar.
Wie kann ich mit den anderen kommunizieren? Zum Teil sind es Einbahnstraßen: ich kann den anderen sehen, aber er mich nicht, weil seine Öffnungen in eine andere Richtung zeigen. Wir sind aufgefordert zum Perspektivwechsel, wie fühlt es sich an sich in die andere hinein zu versetzen?
Die "Kopffüßler" laden ein und regen an zu einem spielerischen Erleben und Reflektieren von Wahrnehmungen und Kommunikation.


